Vitamin B12

Fakten & Empfehlungen

Vitamin B12 , auch Cobalamin genannt, ist wie Folsäure ein wasserlösliches B-Vitamin. Dieses Vitamin existiert in verschiedenen Formen, dem natürlich vorkommenden Methylcobalamin, Adenosylcobalamin und Hydroxycobalamin sowie dem synthetischen Cyanocobalamin. In klinischen Studien wurde gezeigt, dass alle Vitamin B12-Formen den Vitamin B12-Gehalt verbessern.

Quellen

Die Hauptquellen für Vitamin B12 sind tierischen Ursprungs: Fisch, Fleisch, Leber und in geringem Maße in Milchprodukten und Eiern.

Für alle, die auf eine vegetarische/vegane Ernährung achten oder nur wenig Fleisch essen, könnte sich eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 als schwierig erweisen.

Bioverfügbarkeit

Die Bioverfügbarkeit von Vitamin B12 bei Menschen mit normaler Magen-Darm-Funktion wird je nach Nahrungsquelle auf 50% geschätzt.

Eigenschaften

Das wasserlösliche Vitamin B12 ist extrem lichtempfindlich. Vitamin B12, welches in der Nahrung an Proteine gebunden ist, wird durch die Aktivität der Magensäfte im Magen freigesetzt und hauptsächlich im Dünndarm absorbiert. Vitamin B12 kann in der Leber und in der Niere gespeichert werden.

Funktionen

Vitamin B12 spielt zusammen mit Folsäure eine wichtige Rolle für die DNA-Synthese, die richtige Blutzellenbildung und neurologische Funktionen. Daher ist es während der Schwangerschaft wichtig, das Wachstum des sich entwickelnden Fötus zu unterstützen.

Darüber hinaus reguliert Vitamin B12 in Verbindung mit Folsäure den Homocysteinspiegel im Blut. Homocystein ist eine natürlich vorkommende Aminosäure, die bei hoher Konzentration im Blut mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert wird.

Es ist bekannt, dass beide Vitamine, Cobalamin und Folsäure, „Hand in Hand“ zusammenarbeiten und dem Körper in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen sollten, insbesondere vor der Konzeption.

Vitamin-B12-Mangel steigt mit zunehmendem Alter (z. B. durch vermehrte atrophische Gastritis oder perniziöse Anämie). Für Schwangere, die Veganer oder Vegetarier sind, Frauen mit perniziöser Anämie oder Malabsorptionssyndromen wie Morbus Crohn oder Zöliakie, gilt das größte Risiko eines Mangels.

Was ist perniziöse Anämie? – Perniziöse Anämie ist eine Autoimmunkrankheit, die die Magenschleimhaut beeinflusst, was dazu führt, dass kein intrinsischer Faktor produziert wird, welches zu einer Vitamin-B12-Malabsorption führt. Unbehandelt verursacht es einen Vitamin-B12-Mangel.

Folgen eines Vitamin-B12-Mangels

Zu einem Vitamin-12-Mangel zählen neurologische Veränderungen, chronische Müdigkeit, megaloblastische Anämie, Verdauungsstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ein Mangel bei schwangeren Frauen ist mit Komplikationen verbunden, die mit der Plazenta zusammenhängen, wie Präeklampsie und Wachstumsbeschränkung des Feten, Neuralrohrdefekten (NTDs), einem erhöhten Risiko einer vorzeitigen Entbindung sowie postnataler Depression.

Empfehlungen

Mehrere Studien haben gezeigt, dass:

  • Vitamin B12 für die Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen erforderlich ist.
  • eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 und Folsäure vor und während der Schwangerschaft ist mit einem verringerten Risiko für Neuralrohrdefekte (NRD), sowie anderen damit zusammenhängenden Risiken verbunden, die hauptsächlich im ersten Trimester auftreten.

Die aktuellen Empfehlungen für eine tägliche Vitamin-B12-Ergänzung während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen im Bereich von 3µg. Wissenschaftler bestehen jedoch darauf, dass diese Einnahmeempfehlungen neu bewertet werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat kürzlich die höchste Vitamin-B12-Konzentration für Nahrungsergänzungsmittel von 9 µg (2004) auf 25 µg (2018) erhöht.

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